Inoffizielle Notizen von Danira

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Inoffizielle Notizen von Danira

Beitrag  Danira am Di Dez 16, 2014 3:55 pm

Ich greife mal hier die Idee des Tagebuchs auf und verwende es für Dani. Immerhin wollte ich ihre Bewerbung nicht so voll packen und mir persönlich ist es lieber in so einer Form Vergangenes zu berichten. Es kann vorkommen, dass manche Dinge vielleicht noch mit in die Bewerbung gehören, da es sich erst während des Schreiben ergeben hat.


Ich weiß nicht, warum ich so etwas überhaupt angefangen habe, aber Vater meint, es wäre eine gute Idee. Zumindest kann man so den ganzen Kram loswerden, den man sonst für sich behalten muss. Wenn ich das Heft voll habe, werde ich es wohl verbrennen, denn ich würde es keinem Zumuten es zu lesen.  Oder besser gesagt, es sollte nicht gelesen werden. Ich hoffe zumindest für den Seelenfrieden des Neugierigen, dass er eine starke Mentalität besitzt. Naja ich habe die Einträge nur kreuz und quer reingeschrieben, weil ich finde, dass man gelegentlich aus der ständigen Ordnung ausbrechen muss. Immer linear etwas von sich geben geht mir nach einer Zeit auf den Keks, auch wenn die Kirche sagt, dass alles was passiert auch die richtige Reihenfolge hat. Ich versuche mich nicht dagegen zu stellen, aber diese starren Formen engen mich auf Dauer ein. Zumindest dann, wenn ich etwas erzählen möchte, was mich erschüttert hat, oder berührte. Mein Beruf verlangt einen knallharten Umgang mit Emotionen  und hat keinen Platz für sentimentale Dinge, wie Freundschaft oder sogar Liebe. Ständig habe ich Angst um die, die mir etwas bedeuten, sei es gute Bekannte oder meine Eltern. Doch was ich tue, hilft ihnen ein ruhigeres Leben zu führen, selbst wenn ich dafür mein eigenes Riskieren muss, denke ich, dass ich das meinen Eltern schuldig bin. Ich weiß, dass sie gern sagen: „Du musst dich nicht rechtfertigen und kannst tun, was du willst.“, trotzdem weiß ich gut, dass sie immer sich Sorgen machen, wenn ich mir die Uniform anziehe und in die Unterstadt marschiere. Nicht umsonst habe ich ihnen auch verschwiegen, was ich dort erlebt habe und wie oft ich teilweise angegriffen wurde. Die Stadt ist feindseliger als man denkt, zumindest in den unteren Bereichen, die auch sehr dunkel sind. Doch wo Dunkelheit ist, muss auch Licht sein und das sind meistens ich oder meine Untergebenen.

Für gewöhnlich versuche ich immer gut drauf zu sein und mich nicht von äußerlichen Dingen, oder von dem was ich erlebt habe  berühren zu lassen. Leider ist das nicht immer möglich, nicht wenn ich Todesnachrichten überbringen muss. Zwar würde ich mich durchaus als charakterstark bezeichnen, aber einer Familie, die zuvor noch fröhlich beisammensaß kann ich erst nach einigen Minuten erzählen, warum ich dort auftauche. Ich weiß, dass ich mich von solchen Dingen nicht beeinflussen lassen soll, aber in solchen Situationen frage ich mich, warum man all dieses Gesindel in die Stadt lässt.
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Re: Inoffizielle Notizen von Danira

Beitrag  Danira am Di Dez 16, 2014 4:21 pm

Heute könnte einfach ein ganz normaler Tag gewesen sein, war aber nicht, wie so oft in Engelsburg. Zuerst waren da die überraschende Versetzung meines Vaters in den Außendienst und dann sofort ein neuer Vorgesetzter. Dieser aufgeblasene Arsch fiel mir schon beim ersten Treffen negativ auf, fettige, zurückgekämmte Haare, einen viel zu sauberen Mantel und zwei Dolche am Gürtel. Die Schuhe sahen aus, als ob er mit ihnen einmal quer durch den Kontinent gelatscht war. Am meisten ging mir seine arrogante Ausdrucksweise auf die Nerven. Sein erster Satz war ungefähr:“ Ich wusste gar nicht, dass wir schon Krankheiten in unseren Reihen haben.“, womit er an die falsche Person geriet. Mir war es egal ob Vorgesetzt oder nicht, Respekt sollte man immer haben und so sprach man nicht mit Leuten, die schon etwas älter waren. Witzig, wie schnell er daraufhin den kokelnden Mantel losgeworden ist. Aber eigentlich hätte ich ihm schon den Hintern verkohlen sollen, als er in dem Raum kam. Wir saßen gerade beim Mittagessen und der Kerl stolzierte einfach herein, ohne die Tageszeit zu sagen oder zu grüßen. Meine Untergebenen sahen mich fragend an, immerhin war ich diejenige, die den Kontakt zu den Vorgesetzten hatte. Aber selbst auf meine Begrüßung reagierte der Arsch nicht. Man merkt, ich mag die Bezeichnung für den Typen. Naja er war aber etwas umgänglicher, nachdem sein Mantel wieder gelöscht war und ließ sich auf eine Begrüßung herab. Trotzdem behandelte er jeden wie Dreck unter seinen Fingernägeln, was mich regelmäßig zur Weißglut treibt. Und mein Antrag, dass der Arsch abgelöst wird, ist seit Wochen immer noch nicht durch. Ich mach mir da auch keine großen Hoffnungen mehr, der Schleimbolzen stellt es ja immer so da, als ob ihn jeder akzeptiert und respektiert, dabei lachen wir immer über ihn. Richtig schlimm wurde es ja, als wir wieder ins Armenviertel geschickt wurden, dort randalierte zu der Zeit ein ausgehungerter Vampir. Ich glaube, dass schreibe ich aber später, denn der Kerl war ziemlich hartnäckig. Jedenfalls hat unser Vorgesetzter uns nur zu drei Leuten losgeschickt, obwohl wir für die Taktik, die bei einem Vampir nötig war mindestens sechs Mann. Als ich meine Bedenken äußerte, sagte der Arsch doch glatt, dass er den anderen drei Männern schon Befehle erteilt hatte. Erst später bekam ich heraus, dass er sie zum Einkaufen geschickt hatte und zwar für seinen privaten Nutzen. Leider wusste ich das zu dem Zeitpunkt noch nicht und versuchte das Beste aus der Situation zu machen, auch wenn es sehr schwer war. Als wir den Vampir erledigt hatten (er hat sich „in Luft aufgelöst“) , fragte ich dann eben nach wo denn die drei Männer gewesen waren und ich hätte sie dafür beinahe abgefackelt. Solche schwachsinnige Befehle… und der Arsch hatte mich da auch noch übergangen. Noch in derselben Nacht habe ich eine Beschwerde eingereicht und zu meiner Genugtuung folgte am nächsten Tag eine Verwarnung. Hoffentlich würde das dem Arsch eine Lehre sein, immerhin war das nicht gut für sein Ansehen, aber das war und ist mir immer noch egal. Wenigstens missbraucht er nicht mehr meine Leute für seine privaten Zwecke.
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